16. Oktober 2016

Das Jahr der großen Schritte: 2011

Während des gesamten Jahrs 2011 erfolgten die wichtigsten Schritte, um das Mausoleum vor dem Verfall zu bewahren. Das Prinzip der Sanierung war sehr einfach, gleichzeitig aber mit einem gewaltigen Arbeits- und Zeitaufwand verbunden. Mit Ausnahme des Kuppelbaus wurde das Kulturdenkmal in seine Einzelteile zerlegt. Die einzelnen Segmente und das zutage tretende Mauerwerk wurden gereinigt und repariert. Anschließend wurde das Mausoleum mit den Originalteilen wieder aufgebaut.

Die Demontage des Mausoleums

Die Demontage des Mausoleums bedeutete einen hohen logistischen und organisatorischen Aufwand. Beim Abmontieren der Bauteile war zu beachten, dass sie viele Monate später wieder an derselben Stelle eingesetzt werden mussten. Verwechslungen hätten große Schwierigkeiten verursacht, da sich die Teile nur an ihrem ursprünglichen Platz wieder verwenden ließen. Um Fehler auszuschließen, war eine minutiöse Dokumentation des Bauvorgangs und eine exakte Registrierung und Nummerierung der Teile erforderlich. Und schließlich war zur Vorbeugung gegen witterungsbedingte Schäden für eine sachgemäße Lagerung der Teile zu sorgen.

 

Sanierung der Einzelteile und des Gemäuers

Die Außenanlage wurde zum Teil mit massiven Kalksteinen errichtet. Dies betrifft vor allem den Eingangsbereich – die vor dem Innenhof sich befindlichen Einfassungsmauern. Hauptsächlich besteht der Bau allerdings aus Backsteinen, die mit schweren, fast zehn Zentimeter tiefen Kalksteinplatten verblendet sind. Die Sanierung umfasste zum Einen die Reinigung der abmontierten Kalksteine und Platten. Von hoher Bedeutung war zum Anderen die aufwändige Reparatur des maroden Mauerwerks aus Backsteinen. Insbesondere dieses Gemäuer wurde in den vergangenen Jahrzehnten stark in Mitleidenschaft gezogen. Im Laufe der Zeit waren Risse entstanden, durch welche Feuchtigkeit und Pflanzenschösslinge ungehindert eindringen konnten. Es waren vor allem diese Schäden gewesen, welche zum fortschreitenden Verfall des KuKulturdenkmals führten und die nachhaltig zu beheben waren.

Wiederaufbau des Mausoleums

Nach der Sanierung und erfolgten Reparaturmaßnahmen von Gemäuer und Einzelteilen wurde das Bauwerk wieder zusammengesetzt. Insbesondere bei der Wahl des Mörtels und den Verfugungen wurde auf die Verwendung von weitestgehend witterungsresistentem Material geachtet. Mitte 2011 begannen die Arbeiten an den Außenmauern des Kuppelbaus. Die Sanierung des einst prächtig ausgestatteten Innenraums war für das Jahr 2012 vorgesehen. Der Verein „Jüdisches Kulturerbe im Kraichgai e. V.“ stellte am 8. August 2011 einen entsprechenden Antrag bei der Stadt Waibstadt, um diesen zweiten und abschließenden Teil der Sanierung zu genehmigen.

 

Eindrücke der Sanierung