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Mausoleum
Das unmittelbar an den jüdischen Friedhof angrenzende Mausoleum im Mühlbergwald in Waibstadt zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern, die der Kraichgau zu bieten hat. Der aus Steinsfurt stammende jüdische Kaufmann Hermann Weil ließ das kostspielige Bauwerk in den Jahren 1925-1927 als letzte Ruhestätte für seine Urne und diejenige seiner Frau erbauen. Während der Reichspogromnacht wurde das Gebäude geschändet, und die Urnen wurden entwendet. Nach dem Krieg verschlechterte sich der Zustand des Bauwerks zunehmend, bis in den Jahren 1981-1983 seitens der Stadt Waibstadt erste umfassende Renovierungsarbeiten durchgeführt wurden. In der Zwischenzeit sind erneut erhebliche Schäden aufgetreten, so dass im Jahr 2009 Maßnahmen zur Bewahrung dieses einzigartigen Bauwerks eingeleitet wurden. Das Mausoleum von Hermann Weil befindet sich in ummittelbarer Nachbarschaft zum jüdischen Friedhof in Waibstadt. Dort sind die Eltern und weitere Verwandte des Erbauers begraben. Da er in deren Nähe bestattet sein wollte, entschloss er sich, das Mausoleum direkt neben dem Friedhof errichten zu lassen. Die feierliche Einweihung fand im Jahr 1927 statt - vier Wochen vor dem Tod Hermann Weils. mehr ... Seit der letzten umfassenden Sanierung des Mausoleums in den Jahren 1981-1983 hat sich der Zustand des Bauwerks wieder erheblich verschlechtert. Vor allem von oben eindringende Feuchtigkeit zog das Mauerwerk stark in Mitleidenschaft. Wasser, Frost und Pflanzentriebe verursachten erhebliche Verschiebungen und Absenkungen am Gemäuer. Auch das Innere des Kuppelbaus weist inzwischen starke Beschädigungen auf. mehr ... Die ersten zielgerichteten Schritte zur Erhaltung des Mausoleums fanden im Spätjahr 2008 statt. Konkrete Maßnahmen wurden im Jahr 2009 eingeleitet. In der Zwischenzeit gründete sich der Verein Jüdisches Kulturerbe im Kraichgau e.V., zu dessen vorrangigen Zielen die Bewahrung des Mausoleums zählt. Für die Sanierung des Bauwerks wurden 180.000 € aus Bundesmitteln und Fördergeldern der Landesstiftung und des Denkmalschutzes zugesagt, so dass auf der Basis des Kostenplans eine Finanzierungslücke von ca. 80.000 € besteht. Zurzeit werden Sponsoren gesucht, um die fehlenden Finanzmittel aufzubringen. mehr ...
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